Cordyceps sinensis – Raupenpilz

Cordyceps sinensis

 

Oder: der Pilz, der aus der Raupe kommt. Der Vitalpilz Cordyceps sinensis hat eine erstaunliche Entstehungsgeschichte. Zunächst lebt er symbiotisch mit Raupen der Gattung Thitarodes in der Erde des tibetanischen Hochlandes. Der Vitalpilz versorgt die Mottenraupe mit Stoffen, die ihr Überleben in der rauen Bergwelt sichern, im Gegenzug erhält der Cordyceps Nährstoffe von der Raupe. Doch kurz bevor die Raupe stirbt, übernehmen die Pilzzellen den Körper der Raupe. Die Raupe gräbt sich durch die Schichten des Bodens nach oben und aus dem Kopf der Raupe kann nun der Fruchtkörper des Pilzes an die Oberfläche wachsen.

Das Haupteinsatzgebiet des Cordyceps liegt in seiner Funktion als Aphrodisiakum. Er hat eine anregende und regulierende Wirkung auf die Geschlechtsorgane, weshalb er sowohl die sexuelle Aktivität steigert, als auch ausgleichend bei Prostata- und Zyklusbeschwerden wirkt. In der Veterinärmedizin wird er hauptsächlich bei der vermehrten Rolligkeit der Katze, hypersexuellen Rüden, scheinträchtigen Hündinnen und entarteten Prostataproblematiken des Rüden eingesetzt.

Zusätzlich wirkt sich der Vitalpilz Cordyceps positiv auf die psychische Verfassung aus. Die Hormonausschüttung in der Nebenniere wird reguliert, sodass weniger Stresshormone gebildet werden. Gerade bei Erkrankungen der Nebennierenrinde, wie Morbus Cushing (nur bei der speziellen Form des adrenalen Hyperadrenokortizismus) und Morbus Addison, kann Cordyceps also wunderbare Dienste leisten.

Cordyceps hat überdies eine nachgewiesene leistungssteigernde Wirkung. Seit jeher verwenden asiatische Sportler den Vitalpilz vor Wettkämpfen oder nach diesen zur Regeneration der Muskeln. Doch dies blieb nicht ohne Folgen, sodass Cordyceps heute auf der Doping-Liste zu finden ist. Gerade im Pferdesport, aber auch bei Hundewettkämpfen muss hierauf eindrücklich hingewiesen werden, um ein positives Ergebnis bei einer Doping-Kontrolle zu vermeiden. Zurückzuführen ist diese Leistungssteigerung vermutlich auf den verbesserten Sauerstofftransport im Blut. Nicht ohne Grund spricht man beim Cordyceps auch von dem „mycologischen Muskel-Anabolikum“.

Auch auf den Bewegungsapparat hat Cordyceps positive Auswirkungen. Gerade bei Gelenkschmerzen und Rheuma wird er vielfach angewandt, ebenso hat er schmerzstillende Eigenschaften bei arthrotischen Veränderungen.

 

 

 

 

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