Porträt der relevanten Vitalpilze – Teil 2

Heute kommen wir zum zweiten Teil unserer Vorstellung der relevanten Vitalpilze.

Coriolus

Der Coriolus versicolor, oder auch die Schmetterlingstramete, ist sehr anspruchslos und wächst an totem Holz. Er sieht zwar wunderschön aus, ist jedoch zäh und nicht als Speisepilz verwendbar.

Der Coriolus wird verwendet bei:

Stärkung des Immunsystems

Der Coriolus enthält ein ganz besonderes Polysaccharid, nämlich das Polysaccharid-Peptid, kurz PSP. Dieses PSP sitzt im Myzel, also den Pilzfäden des Vitalpilzes. Es gelang Forschern, dieses Polysaccharid zu isolieren und seitdem wurden eine große Menge Doppelblindstudien zu seiner Wirksamkeit durchgeführt. Hierbei bestätigte sich vor allem seine Immunaktivierung, weshalb er bestens geeignet ist bei viralen Infektionen wie Katzenschnupfen, FIV (felines Immundesfizienz-Virus) und Zwingerhusten, aber auch gegen Adeno- und Papillomaviren hilft. Zusätzlich ist er nützlich bei bakteriellen Infekten, vor allem des Darmes und der ableitenden Harnwege. Weiterhin hilft er auch gegen schädliche Pilze, sogenannte Mykosen.

Parasiten

Die Schmetterlingstramete wirkt gegen Parasiten, also Würmern, Einzellern wie Giardien, und das nicht nur, wenn schon ein Befall vorhanden ist, sondern auch prophylaktisch. Er erschafft nämlich ein Darmmilieu, das es den ungebetenen Gästen gar nicht erst gemütlich werden lässt im Darm deines Vierbeiners!

Bezug zum Darm

Dieser Vitalpilz erschafft aber nicht nur ein ungemütliches Klima für Parasiten, er sorgt auch dafür, dass der Darm in ein gesundes Gleichgewicht kommt. So unterstützt er mit seinen Polyphenolen und Triterpenoiden auch bei entzündlichen Prozessen in der Darmschleimhaut.

Infektionen des Urogenitaltraktes

Genau die oben beschriebenen Triterpenoide und Polyphenole sorgen auch dafür, dass der Coriolus bei Entzündungen des Urogenitaltraktes, also der Blase und den ableitenden Harnwegen so wunderbar einzusetzen ist.

Inhaltsstoffe:

  • Polysaccharid-Peptid PSP
  • Polysaccharid Kureha PSK
  • Beta-Glucan
  • Die enthaltenen essentiellen Aminosären, Vitamine, etc. sind in der vorhandenen Menge nicht relevant und in anderen Vitalpilzen sehr viel besser vertreten.

Hericium erinaceus

Der Hericum heißt wegen seines markanten Äußeren auch Igelstachelbart oder Affenkopfpilz.

Der Vitalpilz Hericium geeignet sich hervorragend für:

Probleme im Magen-Darm-Trakt

Der Hericium hat einen ganz besonderen Bezug zum gesamten Verdauungstrakt. So ist er DER Vitalpilz, der zum einen zur Darmsanierung angewendet wird, zum anderen hilft er bei allen möglichen Magen- und Darmerkrankungen. Unter anderem erzielt er dies, da er eine ungemeine Wirkung gegen Bakterienstämme aufweist, die im Magen und Darm zu Problemen führen können, so etwa Heliobacter pylori und Staphylococcus aureus.

Zudem kann er Linderung verschaffen bei Reflux und Sodbrennen, aber auch wenn das Tier aufgrund eines Megaösophagus ständig regurgitiert.

Regulation des vegetativen Nervensystems

Hericium wirkt sich zusätzlich positiv auf das gesamte vegetative Nervensystem aus. So schafft er es, bei Angst und Unruhe für einen Ausgleich zu sorgen und dem Tier bei der Entspannung zu helfen.

Schädigungen von Nerven

In einigen Studien wurde festgestellt, dass der Vitalpilz Hericium dazu in der Lage ist, Nervenzellen zu schützen und sie zum Wachsen zu animieren und sogar geschädigte Nerven wieder aufzubauen. Somit ist er sehr gut geeignet, bei Erkrankungen wie Demenz oder auch Cauda Equina eingesetzt zu werden.

Inhaltsstoffe:

  • Magnesium, Phosphor, Mangan und Vitamin B 6 sind in besonders hohem Maße vertreten
  • Alle B-Vitamine, Eisen, Zink, Natrium
  • Polysaccharide
  • Diterpene
  • Ergosterol
  • Lovastatin

Maitake

Der Vitalpilz Maitake heißt auch Klapperschwamm.

Der Maitake ist DER Pilz bei:

Krebs

20 der im Maitake enthaltenen Polysaccharide haben eine tumorhemmende Wirkung. Außerdem konnte schon eine Substanz nachgewiesen werden, die die Apoptose, also den Zelltod von Tumorzellen, fördert. Zudem werden Metastasierungen vom Maitake gehemmt. Diese Kombination macht den Maitake zum Besten Vitalpilz, wenn es darum geht, eine onkologische Begleittherapie zu starten.

Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes

Es konnte nachgewiesen werden, dass Inhaltsstoffe des Maitakes schützend auf Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse einwirken, in denen das Insulin gebildet wird. Die positive Wirkund diesen Vitalpilzes bei Insulinresistenz besteht allerdings nicht darin, dass die Insulinausschüttung erhöht wird, sondern vielmehr in der Tatsache, dass der Maitake dafür sorgt, dass die einzelnen Zellen sensibler auf das Insulin reagieren.

Auch auf den Fettstoffwechsel hat der Maitake wunderbare regulierende Auswirkungen, was bedeutet: mit der Einnahme des Vitalpilzes kann es gelingen, Gewicht zu reduzieren.

Lebererkrankungen

Der Vitalpilz Maitake weist eine schützende Wirkung auf die Leber und die Nieren aus, weshalb er auch bei Erkrankungen wie Hepatitis oder ähnlichem, eingesetzt wird. Aber auch prophylaktisch kann man den Maitake gut einsetzen, um die Funktionen der Leber zu schützen und sie zu stärken.

Inhaltsstoffe:

  • Essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren
  • Ergosterol
  • Beta-D-Glucan
  • Alpha-D-Glucan
  • Spurenelemente
  • Polyphenole wie Quercetin, Cumarin, Vanillin, Kämpferol u. ä.
  • Bioaktive Lipide
  • Phospholipide

Reishi

Der Vitalpilz Reishi wird von den Chinesen auch als Ling Zhi, also Göttlicher Pilz der Unsterblichkeit bezeichnet. Er ist sehr holzig und deshalb kein Speisepilz.

Reishi wird genommen bei:

Lebererkrankungen

Der Vitalpilz Reishi wirkt sich schützend und entgiftend auf die Leberzellen aus. Welche seiner Inhaltsstoffe hierfür genau verantwortlich ist, konnte bisher nicht abschließend geklärt werden.

Altersbeschwerden

Wie oben schon erwähnt, heißt der Reishi auch Göttlicher Pilz der Unsterblichkeit. Und diesen Namen trägt er nicht ohne Grund, in der traditionell chinesischen Medizin geht man davon aus, dass die Einnahme dieses Pilzes aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe das Leben verlängert. Er wirkt als Radikalfänger und antioxidativ.

Haut und Fell

Zusätzlich zum oben genannten pflegt der Vitalpilz Reishi Haut und Fell in ganz besonderer Weise, weshalb er sehr empfehlenswert ist, wenn das Fell stumpf und glanzlos ist oder das Tier oft Probleme mit fettiger, talgiger Haut hat. Auch Erkrankungen der Haut lassen sich wunderbar mit dem Reishi unterstützend therapieren.

Inhaltsstoffe:

  • Spurenelemente
  • B-Vitamine
  • Germanium
  • Ergosterol
  • Polysaccharide
  • Peptide
  • Proteoglycane
  • Alkaloide
  • Triterpene

Quelle: Mykotherapie für Tiere. Wanda May Pulfer.

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